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Altmarkkreis Salzwedel: Fachkräfte(ausbildung) ohne Grenzen

Pressemeldung vom 22. Februar 2013, 12:07 Uhr

Zum 1. August 2012 konnten viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. „Dies betraf zumindest im letzten Jahr nicht nur die von der Agentur für Arbeit so bezeichneten „Engpass- oder Mangelberufe“ im Bereich der Hotellerie und der Gastronomie, sondern auch Berufe, bei denen man es bisher so nicht angenommen hat“ erklärt Landrat Michael Ziche.

Gemeinsam haben daher der Altmarkkreis Salzwedel, der Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft sowie die DeHoGa-Kreisverbände Altmarkkreis Salzwedel und Stendal die Aktion „Fachkräfte(ausbildung) ohne Grenzen“ ins Leben gerufen.

Sofern die Betriebe es wünschen und für sinnvoll halten, auch Bewerbungen aus dem europäischen Ausland zu erhalten, haben sie die Möglichkeit, in ihre Ausbildungsplatzangebote – aber auch in ihre Angebote für Fachkräfte – den Zusatz „auch für Bewerber aus dem europäischen Ausland geeignet“ mit aufnehmen zu lassen. Dies sollte – sofern gewünscht – dem persönlichen Betreuer beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit mitgeteilt werden.

„Deshalb wollen wir gemeinsam etwas dafür tun, dass Ausbildungsbetriebe auch Bewerbungen aus dem europäischen Ausland erhalten können und sich im Rahmen von „Orientierungsphasen“ und Vorstellungsgesprächen mit potenziellen Bewerbern bekannt machen können. Hier hat der junge Volljährige z.B. aus Valencia oder aus Plovdiv hervorragende Möglichkeiten, sich über ein Förderprogramm des Bundes sprachlich fit zu machen, sich auf den Weg zu machen und sich bei seinem potenziellen Arbeitgeber vorzustellen, ohne dass dieser sich gleich binden muss!“ sagt Manfred Hippeli, Vorsitzender des DeHoGa-Kreisverbandes Stendal.

Und sein Kollege Burghard Bannier, Vorsitzender des DeHoGa-Kreisverbandes Altmark West, ergänzt: “ Na klar, am Schluss muss es stimmen. Sprachlich, fachlich und menschlich. Wir wollen gute und motivierte Bewerber, die den gleichen Bedingungen unterliegen wie ihre Altersgenossen hier in der Altmark. Wir wollen keine Bevorzugung, aber auch keine Benachteiligung von jungen Ausbildungswilligen aus dem europäischen Ausland. Jeder der Arbeitgeberkollegen, aber auch jeder potenzielle Bewerber muss wissen:

Das ist kein Dumping, das ist auch keine unliebsame Konkurrenz. Das sind junge Europäer, die ihre Chancen auch hier bekommen können – wenn sie es denn wollen!“

„Das Ganze steht und fällt allerdings mit Namen von Firmen, die entweder direkt Fachkräftebedarf haben oder aber dazu ausbilden wollen. Zur Zeit gibt es allein in der westlichen Altmark bereits gut 200 Ausbildungsplatzangebote, von denen sich nach unserer Einschätzung ca 1/3 auch für Bewerber aus dem europäischen Ausland eignet“ ergänzt Ziche und sagt: „Neben der Partnerregion Valencia ist dies Plovdiv in Bulgarien; da wird es über die „Stiftung Deutsch-Bulgarische Begegnungsstätte Plovdiv“(Vorsitzender d. Stift.-rates: MdL Jürgen Stadelmann) leichter sein, die Arbeitgeberangebote zu publizieren und ggf auch direkt zu erläutern“.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel, Pressestelle

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