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Altmarkkreis Salzwedel: Gebäudebrüter stehen unter Schutz

Pressemeldung vom 1. Juni 2012, 08:41 Uhr

Oft unbemerkt leben unter unseren Dächern eine Vielzahl von Vogel- und
Fledermausarten. Ob bei kleineren Reparaturen, großflächigen Sanierungen am
gesamten Gebäude oder bei Abrissmaßnahmen, überall dort haben unsere
tierischen Nachbarn wie u.a. die Mauersegler, Mehlschwalben, Turmfalken und
Fledermäuse oft das Nachsehen, da sie bei diesen Arbeiten meist ihre Brut-
bzw. Lebensstätten verlieren.

Nicht alle Bauherren wissen, dass die heimischen Wildvogel- und
Fledermausarten einen gesetzlichen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz
genießen. Aus diesem Grund sollte auch jeder Bauherr sein Gebäude vor
Beginn von Baumaßnahmen auf vorhandene Nist- und Zufluchtsstätten
untersuchen lassen.

Der Altmarkkreis Salzwedel als untere Naturschutzbehörde (UNB) möchte aus
gegebenem Anlass deshalb nochmals auf den gesetzlichen Status zum Schutz
dieser Tiere hinweisen.

So ist es verboten, geschützte Vogelarten (alle Vogelarten bis auf Ausnahme
der verwilderten Haustaube) sowie streng geschützte Arten (z.B.
Fledermäuse) zu verfolgen, zu verletzen oder zu töten. Während der
Sanierungsarbeiten ist es untersagt, die Gelege mit Jungen zu beseitigen
und die Brutvögel am Ein- und Ausflug zu hindern. Bei Vorkommen von
Gebäudebrütern sollten die Sanierungsarbeiten nur unter Berücksichtigung
der Brutzeit bzw. des Vorkommens der Gebäude bewohnenden Vogel- oder
Fledermausarten realisiert werden.

In qualitativ begründeten Ausnahmefällen kann bei der UNB eine
naturschutzrechtliche Befreiung von den Verboten nach § 44 BNatSchG erteilt
werden, die auch mit der Verpflichtung zur Schaffung von Ersatzquartieren
oder der Wiederherstellung des Quartiers verbunden sein kann.

Weitere Informationen zum Schutz von Gebäudebrütern erhalten die Bürger
dazu beim Amt für Wasserwirtschaft und Naturschutz des Altmarkkreises
Salzwedel unter der Telefonnummer 03901/840-661.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel, Pressestelle

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