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Altmarkkreis Salzwedel: Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!

Pressemeldung vom 6. März 2014, 09:18 Uhr

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!
8. März ist Internationaler Frauentag

Die Gleichstellungsbeauftragte des Altmarkkreises Salzwedel, Claudia Masuch, möchte mit einer besonderen Plakatausstellung zu einem besonderen Thema auf diesen Tag aufmerksam machen.
In der Kreisverwaltung des Altmarkkreises Salzwedel in Salzwedel, Karl-Marx-Straße 32, 1.OG/ Foyer wird über den Zeitraum von vier Wochen die Plakatausstellung: „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!“ – Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre zu sehen sein.

Im Foyer der Kreisverwaltung Salzwedel wird im Vorfeld des Internationalen Frauentages, am Freitag, dem 7. März um 9:30 Uhr ebenfalls ein Banner gehisst, um symbolisch die Bedeutung dieses Tages vor Ort zu unterstützen.

Zum Hintergrund:

Am 8. März wird der Internationale Frauentag als Tag begangen, an dem auch heute Impulse für die weitere Umsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern gesetzt werden. Seine Geschichte geht auf die Initiative der deutschen Sozialistin Clara Zetkin zurück, die am 27. August 1910 auf der II. Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages forderte.

Während im Jahr 1911 das aktive und passive Wahlrecht die zentrale Forderung des ersten Internationalen Frauentages waren, engagieren sich die frauenpolitischen Akteurinnen heute für Themen wie Entgeltgleichheit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gleiche Karrierechancen.

Die Ausstellung Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre ist eine Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft, gefördert durch Mittel der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Die Plakatausstellung zum Frauenwiderstand in der DDR erzählt „eine Geschichte vom Sprechenlernen, Verantwortung übernehmen, von Solidarität und der Verteidigung der Menschenwürde in einer Gesellschaft, die von Willkür und Lüge beherrscht wurde“. So beschrieb Bärbel Bohley im Rückblick eine Widerstandsgeschichte, die vor nunmehr dreißig Jahren begann.

Eine von den Frauen getragene neue Protestbewegung wächst Anfang der 1980er Jahre innerhalb der europäischen Friedensbewegung. Unter dem Namen Frauen für den Frieden entstehen Gruppen, die sich über Ländergrenzen und Militärblöcke hinweg gegen den Wahnsinn der Aufrüstung mit Atomwaffen verbünden. Auch im Osten Deutschlands werden eigenständige Frauengruppen gegründet, die sich DDR-weit vernetzen und mit eindrucksvollen Protestaktionen die Öffentlichkeit suchen. In 17 Städten der DDR engagieren sich Frauen gegen die Sicherheitspolitik des SED-Regimes und die zunehmende Militarisierung, die in alle Lebensbereiche hineinwirkt. Im Laufe der Jahre wird die Themenpalette erweitert: Umwelt- und Menschenrechtsfragen drängen nach Antworten, in der DDR scheinbar gewährte Gleichberechtigung wird hinterfragt, Willkür und Repression werden angeprangert. Es entwickelt sich eine Frauenbewegung in der DDR, die nicht zuletzt am Entstehen der Bürgerbewegung von 1989 beteiligt ist.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel, Pressestelle

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