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Altmarkkreis Salzwedel: Zeitraum für Fällung von Bäumen bzw. Rodung von Sträuchern endet am 28. Februar

Pressemeldung vom 25. Februar 2011, 11:52 Uhr

Der Altmarkkreis Salzwedel informiert darüber, dass es entsprechend dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5 Nr. 2 BNatschG) verboten ist, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.
Die Zuständigkeiten für Fällgenehmigungen sind wie folgt geregelt:
Innerhalb von Städten und Gemeinden liegt die Zuständigkeit bei den Einheits- und Verbandsgemeinden. Vielerorts regelt eine Baumschutzsatzung die Rodung von Sträuchern und Bäumen, die durchaus noch Konkretisierungen für das betreffende Gebiet der Gemeinde enthalten kann.
Die Entnahme von Gehölzen oder erforderliche Pflegeschnitte an Gehölzen
außerhalb der Gemeinden bedürfen der Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde
( gemäß § 8 der Gehölzschutzverordnung des Altmarkkreises Salzwedel in der Bekanntmachung vom 18. Mai 2008).
Antragsformulare können Bürger über das Amt für Wasserwirtschaft und Naturschutz (03901/840-859 bzw. -480) erhalten oder über das Internet unter www. altmarkkreis-salzwedel.de herunterladen.
Weiterhin besteht grundsätzlich ein Fällungs- und Rodungsverbot, wenn sich in den Bäumen und Sträuchern Lebensstätten wild lebender Tierarten befinden (§39 Abs.1 BNatSchG).
Vor jeder Fällung und Rodung sollten deshalb die Bäume und Sträucher auf Brut- und Nistplätze geschützter Arten untersucht werden. Bei Fündigwerden im Zusammenhang mit einer geplanten Fällung oder Rodung liegt die Zuständigkeit für eine artenschutzrechtliche Genehmigung beim Altmarkkreis Salzwedel als untere Naturschutzbehörde.
Nach § 21 des neuen Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen – Anhalt vom 10. Dezember 2010 sind nun auch Alleen und einseitige Baumreihen an öffentlichen und privaten Verkehrsflächen und Feldwegen gesetzlich geschützt. Die Beseitigung sowie alle Handlungen, die zu deren Zerstörung, Beschädigung oder nachteiligen Veränderungen führen können, sind verboten.
Ausnahme: Pflege und Rekultivierung vorhandener Garten- und Parkanlagen entsprechend dem Denkmalschutzrecht. Eine Befreiung von dem Verbot wird durch die untere Naturschutzbehörde des Altmarkkreises Salzwedel nur erteilt, wenn die Maßnahme aus Gründen der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich ist und die Verkehrssicherheit nicht auf andere Weise verbessert werden kann.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel, Pressestelle

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