Energiewechsel

Bitterfeld-Wolfen: Stadtentwicklungskonzept der Stadt Bitterfeld-Wolfen (STEK) 2015 – 2025

Pressemeldung vom 10. Dezember 2014, 15:40 Uhr

Der Stadtrat der Stadt Bitterfeld-Wolfen beschloss am 11.09.2013 die Aufstellung des Stadtentwicklungskonzeptes (STEK) 2015 – 2025 in 3 Teilen. Teil 1 umfasst den Bereich Wohnen und Stadtumbau, Teil 2 befasst sich mit kommunalen Fachkonzepten und einem Demografie-Check und Teil 3 soll die Öffentlichkeit zur Diskussion über das Leitbild sowie der weiteren Entwicklung der Stadt interessieren und motivieren.

Für den Teil 1 wurden in den Bearbeitungsprozess die 8 größten Unternehmen der organisierten Wohnungswirtschaft einbezogen. Mit der Erarbeitung des Teil 1 wurde die Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG mbH) beauftragt, welche diese Aufgabe bereits im Rahmen der Erarbeitung des Gemeinsamen Stadtentwicklungskonzeptes (GINSEK 2006) übernommen hatte.

Auf Grund der prognostizierten weiteren Bevölkerungsentwicklung undd es demografischen Wandels muss der Stadtumbauprozess im Betrachtungszeitraum weitergeführt werden. da im Jahr 2025 in Bitterfeld-Wolfen voraussichtlich noch ca. 35.800 Einwohner leben werden und damit ein weiterer Bevölkerungsverlust von rd. 7.000 Einwohner eintreten wird muss der Stadtumbau in den Folgejahren auch mit weiteren Rückbaumaßnahmen einhergehen. Die Erarbeitung des Teil 1 des STEK steht nunmehr kurz vor dem Abschluss. Als Hauptergebnis ist gemeinsam herausgearbeitet worden, dass in dem Betrachtungszeitraum noch mehrere tausend Wohnungen vom Markt genommen werden müssen.

Diese Entwicklung hat aber auch gravierende Auswirkungen auf die kommunale Infrastruktur. Diesbezüglich läuft derzeit die Bearbeitung der kommunalen Fachkonzepte. Dabei werden allen Bereich in die Diskussion mit einbezogen, da Ziel des STEK u.a. ist, Fachplanungen, Handlungsprioritäten und Investitionen der verschiedenen Verwaltungseinheiten in Bezug auf ihre stadtentwicklungsrelevanten Ziele und Wirkungen aufeinander abzustimmen und in einer fachübergreifenden Strategie zu bündeln. Dabei finden die Aspekte des sozialen und demografischen Wandels der Stadt eine besondere Berücksichtigung. Beispielhaft seien als Fachplanungen genannt:
– Kultur, Freizeit, Tourismus,
– Schulen und Kindergärten,
– Feuerwehren,
– Friedhofsstruktur,
– Anpassung der Verkehrsinfrastruktur,
– Zentrenentwicklung,
– Bestand von Kleingärten und Garagenkomplexen,
– öffentliche Grünanlagen und Spielplätze,
– Energieeffizienz und kommunales Klimaschutzkonzept
u.a.m.

Alle Maßnahmen, welche aus den Teilen 1 und 2 abgeleitet werden, sollen in einer Maßnahmeübersicht unter Prioritätensetzung zusammengefasst und zur Anlage dem STEK beigefügt werden. Diese dient dem Land als Grundlage in den kommenden Jahren zur Fördermittelbereitstellung.

All die genannten Punkte werden zu Veränderungen in der Stadt führen und Auswirkungen auf alle Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge entfalten. Dadurch sind die Bürgerinnen und Bürger direkt von den zu erwartenden Änderungen betroffen. Im Teil 3 sollen daher die Schwerpunktthemen gemeinsam mit der Bürgerschaft diskutiert werden. Hierzu wird derzeit eine Diskussionsplattform auf der Homepage der Stadt vorbereitet. Ab dem kommenden Jahr werden zu den einzelnen Fachthemen die zu erwartenden Entwicklungen dargestellt und hauptschliche Fragestellung aufgeführt, die gemeinsam diskutiert werden sollen. Die Hinweise und Anregungen sollen bei der weiteren Bearbeitung in den Fachkonzepten eingearbeitet werden, sofern sie von allgemeinem Interesse sind.
Die Erarbeitung des STEK sollte ursprünglich bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Auf Grund der umfangreichen Analysen und d sich daraus ergebenden Ableitungen in allen Teilen des STEK’s konnte dieser Zeitraum nicht eingehalten werden. Es ist nunmehr beabsichtigt, die Erarbeitung des STEK bis Ende 2015 zu verlängern.

Quelle: Stadt Bitterfeld-Wolfen

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis