Energiewechsel

Halberstadt: Gegensätzlich und überraschend – 14. Halberstädter Jazznacht am 20. April 2013, 20.00 Uhr im Musikforum – Mit dem Marcin-Wasilewski-Trio und Nguyen Le

Pressemeldung vom 18. Februar 2013, 11:15 Uhr

Das Halberstädter Musikforum lädt am 20. April 2013, 20.00 Uhr, zur 14. Jazznacht, deren Schirmherrschaft erneut Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke übernommen hat, in den Großen Saal des Nordharzer Städtebundtheaters in Halberstadt ein. Mit dem Marcin-Wasilewski-Trio und Nguyen Le könnte das musikalische Spektrum des Abends kaum breiter sein. Die Auswahl zeugt von viel musikalischem Sachverstand und Experimentierfreude.
Das schöne an Halberstadts Jazz-Nacht ist: Man muss kein Musik-Kenner sein, um sie genießen zu können. Man muss sich nur darauf einlassen. Eine Überraschung ist immer garantiert. Fernab irgendwelcher Charts stöbert das Musikforum alljährlich in den Weiten des Jazz. In diesem Jahr wird es gegensätzlich, quirlig und vor allem überraschend.
Nachdem sich in den letzten Jahren die Jazznacht vornehmlich einem Land widmete, präsentieren sich in diesem Jahr zwei Bands aus unterschiedlichen Ländern. Mit dem Marcin-Wasilewski-Trio aus Polen und Nguyên Lê aus Frankreich stehen Ausnahmetalente der Jazzszene auf der Bühne.

Das Trio um Marcin Wasilewski wird den Auftakt von Halberstadt jazzt bilden. Das polnische Ensemble klingt wenig aufdringlich und schrill, aber dafür umso mehr zauberhaft. Eine Mischung aus Feierabendbier mit Freunden und einer langen Autofahrt auf der Route 66, bei der endlose Landschaften an einem vorüberziehen.
Die bei dem renommierten Münchener Jazzlabel ECM unter Vertrag stehenden Polen haben in ihren Aufnahmen und auch Konzerten durch eine ungeheuer melodiöse wie romantische Spielweise auf sich aufmerksam gemacht und die Fachwelt überzeugt.
Seit 1990 spielt das Trio in unveränderter Besetzung zusammen. „Die Welt“ beschreibt die Musiker als „Überflieger der Jazzszene“. Besonders das Klavierspiel steht bei dieser Gruppe im Vordergrund und schafft ein Gefühl von Leichtigkeit und Wärme.
Der zweite Teil des Abends gehört Nguyên Lê – ein Franzosen mit vietnamesischen Wurzeln. Sein Name klingt genauso exotisch wie seine Musik. Sie lässt sich nicht beschreiben. Ein großes Maß an Rock, Funk und Jazz und dazu noch ethnische Musik mit kubanischen und afrikanischen Rhythmen vermischen sich in seinen Konzerten.
Der Gitarrist gilt in der internationalen Jazzszene als einer der Besten seines Faches. Mit ihm wird unter anderem die Sängerin Himiko Paganotti nach Halberstadt kommen. Ihr Programm „Songs of Freedom“ ist eine Hommage an die Rockmusik der späten 60er und der 70er Jahre.

Dabei greift der 1959 geborene Gitarrist nicht nur auf eigenes Liedgut zurück, sondern nimmt sich völlig selbstverständlich die Freiheit Songs von den Beatles (Come Together), Stevie Wonder (Pastime Paradise) und Led Zeppelin (Whole Lotta Love) neu zu interpretieren. Heraus kommt dabei ein abstraktes Kunstwerk, das wie ein entfernter Verwandter der Originalversion klingt.
Setzt das Aha-Erlebnis erst einmal ein und ist der Song identifiziert, lässt man sich schnell mitreißen von der Genialität seiner Musik. Sofort wird man erinnert an das Gefühl von Freiheit und Rebellion – irgendwie so als hätte man gerade erst seinen Schulabschluss gemacht und als würde einem die ganze Welt nun offen stehen.

Die Karten für die 14. Halberstädter Jazznacht kosten 22 Euro und sind an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg erhältlich.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Halberstadt

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis