Energiewechsel

Halberstadt: Halberstädter besteigt sechsthöchsten Berg der Erde

Pressemeldung vom 14. September 2011, 15:12 Uhr

Von einer Mischung aus „größtem Respekt und Begeisterung“ sprach
Halberstadts Oberbürger Andreas Henke, als er kürzlich Dieter Stein mit
den Worten: „Ich hoffe, dass Sie gut oben am Gipfel ankommen und auch
unversehrt wieder zurückkehren werden“ verabschiedete.
Ziel des Bergsportlers aus Halberstadt: Die Besteigung des Cho Oyu, was
soviel heißt wie „Göttin des Türkis“. Mit 8.201 Metern ist der im
Himalajagebirge befindliche Cho Oyu der sechsthöchste Berg der Erde.
„Ich wagte nicht im Traum daran zu denken, diesen faszinierenden Berg
einmal zu besteigen, als ich ihn das erste Mal von Tingri aus sah“,
erinnert sich Dieter Stein an seine Mountainbiketour durch Tibet vor
sieben Jahren.
Die Besonderheit des Berges sei sein sehr langes Plateau, erst wenn man
den Mount Everest und den Lhotse stehen sieht, habe man den Gipfel
erreicht, schildert der Bergsportler und Mountainbiker die zu erwartende
Situation. Der Cho Oyu gilt bezüglich objektiver gefahren wie Lawinen
oder Steinschlag als relativ sicher. Eine gute Akklimatisation und
Konstitution ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Weg zum Gipfel.

Trainiert hat Dieter Stein bereits seit 1994, zunächst mit mehrfachen
Mountainbike-Alpenüberquerungen und seit 2003 parallel dazu mit
Bergbesteigungen in den Alpen. Auch vor der heimischen Haustür gibt es
etliche Trainingsmöglichkeiten zum Klettern: der Fünffingerfelsen, der
Gläserne Mönch, Westerhausen oder das Steinbachtal Thale.
Die Cho Oyu Expedition 2011 – bestehend aus einem internationalen Team
mit zwölf Bergsportlern, davon zwei Frauen – ist inzwischen gestartet.
Die Gipfelbesteigung erfolgt am
20. September – 14 Stunden, 100 Höhenmeter pro Stunde bei -20°C: Eine
Herausforderung, die den Expeditionsteilnehmern einiges abverlangen
wird. „Es ist ein riskantes Abenteuer – wenig Sauerstoff, die exponierte
Lage und die Ernährung“, beschreibt Stein das, was auf ihn zukommt.
Mehr als 15 Minuten Aufenthalt und ein Foto am Gipfel werden nicht drin
sein, dann der Abstieg möglichst bis zum Basislager auf 5.600 Metern
Höhe. Stein weiß: „Der Berg gehört erst dann Dir, wenn Du am Fuße des
Berges wieder angekommen bist.“
Oberbürgermeister Andreas Henke überreichte ihm als eine Art
Wegbegleiter einen Wimpel der Stadt Halberstadt und eine
Meißner-Porzellan-Plakette, die mit einer Gravur der Martinikirche
versehen ist, und nun zum Inhalt seines Gepäcks gehört. Dieter Stein
versprach dem Stadtoberhaupt, wenn er am 8. Oktober wieder in
Halberstadt ist, ihn im Rathaus zu besuchen.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Halberstadt

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis