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Halberstadt: Übergabe der Stolbergischen Kurie am Dom zu Halberstadt

Pressemeldung vom 28. Mai 2014, 13:25 Uhr

„Hier ist etwas sehr Gelungenes entstanden“, freute sich Oberbürgermeister Andreas Henke, als Boje E. Hans Schmuhl, Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, und Ralf Lindemann, Direktor der Bauabteilung der Stiftung, am Dienstag, 27. Mai 2014, nach umfangreicher Sanierung die spätbarocke Stolbergische Kurie am Dom zu Halberstadt offiziell übergaben. Seine Freude verband er mit einem großen Dank an die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Dr. Volker Lind, Institut für Sanierung GmbH, Architekt Rainer Schöne und an alle am Bau beteiligten Firmen und Institutionen. Seinen Blick auf der Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) gerichtet, unterstrich das Stadtoberhaupt die Bedeutung des darin enthaltenen Handlungsfeldes „Stadtentwicklung“. Der Bereich der Domburg als historische Grenze zwischen Stadtzentrum und Altstadt liege der Stadt besonders am Herzen. „Mit der Sanierung der Stolbergschen Kurie ist die letzte Ruine am Domplatz verschwunden“, hob der Oberbürgermeister hervor.

Die einstmals „Hochgräfliche Stolbergische Kurie“ am Domplatz 33 wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, diente lange als Wohngebäude und später bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als Bürogebäude der Industrie- und Handelskammer. Im Zweiten Weltkrieg legte am 8. April 1945 legte ein verheerender Bombenangriff 80% der Stadt Halberstadt in Schutt und Asche, auch die Kurie war betroffen und brannte aus. Im Erdgeschoß notdürftig wieder ausgebaut diente das Gebäude seit Mitte der 1960er Jahre als Teil der Dombauhütte, Außenstelle der Paul Schuster KG Magdeburg. Das Haus ist seitdem vielen Halberstädter Bürgern nur als „alte Schmiede“ bekannt. Nach 1990 erhielt die Industrie- und Handelskammer das Grundstück zurück, das Gebäude aber stand weiterhin leer. Die Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt erwarb dann im Jahr 2000 die Stolbergische Kurie, nutzte Teile des Gebäudes als Depot und leitete ab 2012 umfangreiche Sanierungsarbeiten ein. Das Ziel der Baumaßnahme war eine sogenannte Rohbausicherung. Nach dem Erhalt der Baugenehmigung erfolgte die Ausschreibung der Arbeiten im öffentlichen Verfahren und im September 2012 begannen die Sanierungsarbeiten mit in Sachsen-Anhalt und Sachsen ansässigen Firmen.

Das Gebäude wurde in seinem äußeren Erscheinungsbild mit Fenstern, Türen, Dach und Putzarbeiten wieder völlig hergestellt. Im Inneren erfolgte nur ein geringer Ausbau mit Einzug von Decken, Treppen mit Galerie und Notbeleuchtung auf Putz bzw. vorhandenem Mauerwerk. Jeweils zwei neue Räume mit einer Gesamtfläche von ca. 390 m² sind im Erdgeschoss und im Obergeschoss entstanden. Weitere zwei Räume befinden sich im Keller, die sich für die spätere Nutzung der schon anliegenden Medien wie Heizungs- und WC-Installation eignen. Das Dachgeschoss wurde nicht weiter ausgebaut.
Nach Abschluss der Arbeiten beliefen sich die Gesamtbaukosten auf 460.000€. Die Stadt Halberstadt förderte diese Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung mit 180.000€. Die verwendeten Eigenmittel der Stiftung betrugen 280.000€.Derzeit wird das wiedererrichtete Gebäude als Depot für Steine und Fialen genutzt, die für Reparaturarbeiten am Dom bestimmt sind. Generaldirektor Boje E. Hans Schmuhl sprach von einem historischen Tag und unterstrich die Rolle der Stadt Halberstadt bei der erfolgten Sanierung. „Allein hätten wir das nicht schultern können“, sagte er und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich die Stadt Halberstadt auch weiterhin gemeinsam mit der Stiftung für den Dom einsetzen werde, denn: „Der Dom St Stephanus und Sixtus steht nicht in Leitzkau (Sitz der Stiftung), sondern hier in Halberstadt.“

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Halberstadt

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