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Wittenberg: Baumschnitt an Platanen im Luthergarten

Pressemeldung vom 19. März 2014, 09:06 Uhr

Im Zugangsbereich zum Luthergarten, von der Wallstraße her, stehen zwei alte Platanen von je 32 Meter Höhe. Es handelt sich bei diesen Bäumen um die ahornblättrige Platane „Platanus x acerifolia“. (Das X steht für ein Kreuzungsprodukt zweier Arten. In diesem Fall wurden amerikanische und Mittelmeerplatane gekreuzt. Alle unsere Platanen in Deutschland sind solche Kreuzungsprodukte.)

Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit wurden die Kronen um 10 Meter in der Höhe reduziert, da sich in den Kronenbereichen der Zottige Schillerporling (Inonotus hispidus) siedelte. Dieser Pilz verursacht eine Weißfäule. Dabei wird das Lignin abgebaut.

Verglichen mit einem Stahlbetonbauwerk käme das der Erweichung und der sukzessiven Entfernung des Betons gleich. Die Armierung alleine könnte dauerhaft die auflagernde Last nicht tragen. Diese „Armierung des Baumes“ sind die Zellulosefasern, die weiß sind – daher der Begriff Weißfäule.

Nicht zuletzt aufgrund der Besiedlung mit diesem Pilz, ist es beim Starkwindereignis Kyrill, im Jahre 2007, dazu gekommen, dass an einem der Bäume ein Stämmling mit 60 cm Durchmesser herausgebrochen war. Die verbliebene Krone konnte, bei diesem Grad der Schädigung, mittelfristig nicht in der vorherigen Höhe belassen werden.

Auch aus ästhetischen Gründen war es unumgänglich beide Portalbäume einheitlich auf ein akzeptables Höhenniveau zu bringen. Bei der Schnittführung wurde darauf geachtet, dass beide Kronen ein einheitliches Bild ergeben. Beim Wiederaustrieb ist zu erwarten, dass sich ein gefälliges, stabiles Kronengefüge entwickeln wird. Platanen sind äußerst schnittfest und riegeln Schnittwunden von innen her gut ab. Diese Baumart bildet nach Schnittmaßnahmen zuverlässig neue, kleinere Kronen aus.

Quelle: Lutherstadt Wittenberg

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