Energiewechsel

Zeitz: Stephan Krawczyk – erdverbunden – luftvermählt

Pressemeldung vom 19. Juni 2012, 14:39 Uhr

Konzert am 28.07.2012, 19.30 Uhr, Michaeliskirche Zeitz
im Rahmen des 10. Festival der Reformation vom 27.-29.07.2012 in Zeitz

Karten für das Konzert des Liedermachers gibt es ab sofort zum Preis von 5,00 Euro pro Person in der Tourist-Information Zeitz.

Das Programm
Freiheit, Sprache und Musik: Diese drei Leidenschaften teilen der Reformator und der Liedermacher Stephan Krawczyk. Als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler machte Krawczyk schmerzhafte Erfahrungen mit der (Un-)Freiheit; nur im Schutz evangelischer Kirchen konnte er seine regimekritischen Lieder singen und wurde zu einem Symbol des Widerstands. Nicht nur die Musik, sondern auch die Sprachfähigkeit ist ihm seitdem ein Anliegen. Für ihn ist Sprache Voraussetzung zur Reifung einer couragierten Persönlichkeit und für die demokratische Kultur.

An den christlichen Glauben stellte Krawczyk bislang mehr Fragen als er Antworten von ihm bekam. Doch der gleichsam eigensinnige wie mutige Martin Luther imponiert ihm. In dem Reformator, der die Welt veränderte, findet er einen Weggenossen.

Aus der Beschäftigung mit Luther sind neue Lieder entstanden: Lieder, die Krawczyk von einer neuen, sanfteren Seite zeigen. Mit virtuosem Gitarrenspiel gibt er der Sanftmut und der Liebe eine Stimme. Daneben hat er einige seiner älteren Lieder neu arrangiert und aufgenommen. So entsteht ein Konzertprogramm, das Vergangenheit und Gegenwart, Glaube und Tun, Gewissheit und Zweifel, Veränderung und Bewahrung miteinander verbindet.

Der Künstler
Stephan Krawczyk, 1955 im thüringischen Weida geboren, lebt als Liedermacher und Schriftsteller in Berlin.
Seine regimekritischen Texte machten ihn zu einem der bekanntesten Bürgerrechtler der DDR. 1984 trat er aus der SED aus, erhielt Berufsverbot und konnte daraufhin nur noch in Kirchen auftreten.
Nachdem er in einem offenen Brief mehr Freiheit für DDR-Bürger, die Achtung der Menschenrechte und die Rücknahme des Berufsverbots gefordert hatte, wurde er 1988 verhaftet und in den Westen abgeschoben. Forderten seine Texte unter so sprechenden Titeln wie „Wieder stehen“ zu DDR-Zeiten Meinungsfreiheit ein und prangerten die Zustände im Staat an, wandte er sich nun gegen gedankenlose Umweltzerstörung und globalisierte „Weltbürgerwänste“.
2005 erhielt er für sein Wirken den vom Bund der Lutherstädte verliehenen Preis „Das unerschrockene Wort“.

Quelle: Marketing / Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Zeitz

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